Neue Fotos

In dieser Rubrik finden Sie meine aktuellen Fotos.

Viel zu tun . . .

Mai 2018

 

Der Frühling ist für mich die spannendste Jahreszeit im Fotojahr. Bringt er doch eine unglaubliche Vielfalt an Motiven. Zwar ruht die Kamera auch im Winterhalbjahr nicht im Schrank, doch mit dem Erwachen der Natur

kommt auch frischer Wind auf die Speicherkarten.

 

Die Zugvögel sind aus ihren Überwinterungsgebieten zurück und bringen neue Vielfalt in die gefiederten Motive. Schmetterlinge und Libellen machen Lust auf Makrofotografie. Hat man dann noch das Glück, eine der wenigen Wildblumenwiesen zu finden, wird es schwierig, Prioritäten bei der Motivauswahl zu treffen. Die wenigen Morgenstunden an arbeitsfreien Tagen wollen dann gut geplant sein. Überraschungen sind dennoch nicht ausgeschlossen und Spontanität verhilft oft zu dem ein und anderen Glückstreffer.

 

 


Inselerlebnis Texel

April 2018

 

 Als passionierte Naturfotografin mit Schwerpunkt „Vogelfotografie“ kam ich nicht umhin, der niederländischen Insel im Wattenmeer einen Besuch abzustatten.

 

Das zirka zwanzig Kilometer lange und fünf Kilometer breite Eiland ist bei Ornithologen bekannt für seine Vogelvielfalt, besonders während der Zugzeit im April. Dreihundert Vogelarten sind auf Texel bekannt, einhundertdreißig Arten davon brüten auf der Insel. Unter anderem befindet sich hier die größte Löfflerkolonie der Niederlande.

 

Ein Viertel der Insel, die Dünen von Texel, wurde zum Nationalpark erklärt. Weiterhin gibt es zehn Naturschutzgebiete, welche teilweise in der Zone des Nationalparks liegen. De Slufters ist eines der beeindruckendsten Naturschutzgebiete der Insel. Die von weitläufigen Dünen gesäumte Ebene liegt im Nordwesten der Insel. An dieser Stelle hat der Mensch schon vor Jahren den Kampf mit der Nordsee verloren. Immer wieder brach der Deich, 1859 gleich an drei Stellen. Bei De Slufters ließ sich das Meer seit dem nie wieder zurückdrängen und so beschloss man 1920 der Natur an dieser Stelle ihren Lauf zu lassen. Heute findet man hier eine einzigartige Lagunenlandschaft. Priele, Salzwiesen und Sandstrand bilden einen wichtigen Lebensraum für Flora und Fauna.

 

Ornithologisch hat Texel viel zu bieten. Blaukehlchen, Löffler, Rohrweihe, Großer Brachvogel, Uferschnepfe oder Sumpfohreule sind nur einige der Wunschmotive, warum Naturfotografen die Insel bereisen. Ob man sie jedoch alle vor die Kamera bekommt ist auch hier zum großen Teil Glückssache und mit viel Geduld verbunden. Warum sollte es auch anders sein – auch Texel ist kein Streichelzoo mit Natur auf Bestellung. Texel ist ein Stück schützenswerte Natur voller eigenwilliger Schönheit, welche es zu entdecken gilt.

 


Start in die neue Saison

April 2018

 

Lang hat der Frühlingsbeginn in diesem Jahr auf sich warten lassen. Doch nun sind sie endlich zurück am Teich: Graureiher, Haubentaucher, Rohrweihen & Co. Überraschungsgäste sind in diesem Jahr ein ganzer Trupp Silberreiher, welcher sich ungewöhnlicherweise auch Mitte April noch nicht zum Weiterflug in die angestammten Brutgebiete entschließen konnte.


Faszination Greifvogel - der Rotmilan

März 2018

 

Mit einer Flügelspannweite von bis zu 1,80 Metern ist der Rotmilan (Milvus milvus) einer unserer imposantesten Greifvögel. Bereits Ende Februar/Anfang März kehrt der Zugvogel, welcher den Winter in Südwesteuropa verbringt,  zurück nach Deutschland. Sein markantes Erkennungsmerkmal ist der lange, gegabelte, rostrote Schwanz, welcher ihm auch den volkstümlichen Namen Gabelweihe einbrachte. Im oft kilometerweiten Suchflug über offener Landschaft erspäht er seine Beutetiere mit scharfem Auge am Boden. Neben kleinen Nagern, Vögeln  und Fisch gehört auch Aas zu seiner Nahrung. Der Rotmilan spielt damit eine wichtige Rolle als Gesundheitspolizei in der Natur.

 

Einen dieser faszinierenden und wunderschön gefärbten Rotmilane ganz nah in freier Natur vor der Kamera zu haben ist ein besonderes Geschenk und bleibt ein unvergessliches Erlebnis.

 

Teil 2

Teil 1


Die Tarnung macht’s

Februar 2018

 

Unsere heimischen Wildvögel sind flink, immer in Bewegung und leider uns Menschen gegenüber sehr scheu. Was also tun, wenn man sie gern in ihren natürlichen Lebensräumen formatfüllend fotografieren möchte?

Drei Dinge sind hier der Schlüssel zum Erfolg: eine gute Tarnung, ein kleines bisschen Nachhilfe, um Rotkehlchen und Buntsprecht vor die Kamera zu locken und eine große Portion Geduld.

 

Gedanken zur Winterfütterung von Wildvögeln:

 

Lange Zeit wurde das Für und Wider der Fütterung von Wildvögeln im Winter zwischen Vogelfreunden, Naturschutzverbänden und Ornithologen heiß diskutiert. Hauptgrund hierfür war der Verweis darauf, mit

der Fütterung keine bedrohten Vogelarten zu erreichen und somit keinen Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Auch wurde von einigen auf die natürliche Auslese im Winter verwiesen. Heute weiß man, dass eine artgerechte und richtig durchgeführte Winterfütterung zum einen für uns Menschen Naturerlebnis und Umweltbildung gleichermaßen ist, und zum anderen unseren gefiederten Freunden ein Stück weit durch den Winter hilft. Sicher erreichen wir mit der Fütterung nur einen kleinen Teil unserer heimischen Vogelwelt. Doch dass wir mit der Fütterung von Feldsperling und Grünfink keinen Beitrag zum Artenschutz leisten

will ich nicht so recht glauben. Sind doch ihre Bestände seit mehreren Jahren stark rückläufig, so wie auch generell ein drastischer Artenschwund in unserer Vogelwelt zu verzeichnen ist. Konnte ich noch vor drei bis vier Jahren Haubenmeisen, Buchfink und Gimpel häufig an meiner Winterfütterung beobachten und fotografieren, so haben sich diese Arten heute sehr rar gemacht. Ein guter Grund für mich, unsere „Piepser“ im Winter zu unterstützen. Und auch hier ist es ein gegenseitiges Geben und Nehmen: ein leckeres Buffet aus getrockneten Insekten, Sämereien und Beeren gegen ein paar hübsche Fotos von Buntspecht, Feldsperling & Co. 


Die ersten Frühlingsboten

Februar 2018

Sturnus vulgaris - der Star wurde vom Naturschutzbund NABU zum Vogel des Jahres 2018 gewählt. Wir Menschen verbinden mit ihm den nahenden Frühling. Auch hat jeder sicher schon die riesigen Vormationsflüge am Himmel gesehen, wenn die Vögel im Herbst wieder ihre Reise in die Überwinterungsgebiete antreten.

Die Wahl zum Vogel des Jahres kam nicht ohne Grund. Der einst so zahlreiche Vogel ist bedroht. Seine Bestände nehmen seit zwei Jahrzehnten rasant ab. Durch den intensiven Einsatz von Pestiziden in unserer intensiven Landwirtschaft verliert auch der Star seine Lebensgrundlage, die Insekten. Besonders während der Brutzeit sind diese Hauptnahrungsquelle für die Aufzucht der Jungen.


Winter auf dem Fichtelberg

Januar 2018

 

Das Winterwetter 2017/2018 war in Sachsen geprägt von vielen schmuddelig grauen Tagen. Einzig auf Sachsens höchstem Punkt, dem Fichtelberg bei Oberwiesenthal gab sich Frau Holle zumindest an einigen wenigen Tage etwas mehr Mühe und verzauberte die Landschaft in ein prächtiges Winterparadies.


Andrang an der Winterfütterung

Der Bestandsrückgang unserer Singvögel ist gravierend. Besonders erschreckend ist es, dass auch die bisher noch häufig vertretenen Arten wie Sperling, Meisen, Rotkehlchen und Amseln betroffen sind. Die Ursachen sind vielschichtig. Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft machen auch dem letzten Käferchen den Gar aus. Die Nahrungsgrundlage für Singvögel schwindet damit immer mehr. Ob eine gezielte Winterfütterung den nicht ziehenden Singvögeln zumindest im Winter helfen kann steht heute außer Frage. Bedingung ist jedoch, dass die Futterstelle über die gesamte Winterperiode aufrecht erhalten wird. Die Vögel gewöhnen sich an die Futtergaben.